Eröffnungslesung der Wortwerft

INHALT

Die 20 Gedichte, die bei der Lesung zur Eröffnung vorgetragen werden, entstanden exklusiv für das Projekt „Am Ende ist der Anfang im Fluss“.
Jedes Mitglied der „Wortwerft“ (Daniel Krcál, Hermann Niklas, Maria Seisenbacher, Roland Steiner) schrieb fünf Gedichte, die auf eine transparente Folie in den Schriftfarben Gelb, Grün, Rosa und Blau gedruckt wurden. Zuvor hat jedes Mitglied eine Farbe erhalten, so konnte man die Gedichte dem/der jeweiligem/n Autor/in zuordnen. Die Inhalte der Gedichte wurden innerhalb der Autor/innen nicht abgesprochen, sie entstanden unabhängig voneinander zu den Themen Wasser, Fluss, Warten und Bahnhof. Man konnte jedoch am Ende Verbindungen und verknüpfende Erzählstrukturen in allen Gedichten finden.

PERFORMANCE

Alle Autor/innen kommen schwarz gekleidet hintereinander auf den Laufsteg, der mit Plexiglasplatten begehbar gemacht wurde, und bilden eine Stirnreihe mit dem Gesicht nach vorne. Die Ordnung dieser Reihe wird während der ganzen Lesung nicht aufgehoben. Das Licht ist gedämpft und der Raum wirkt durch den Nebel noch undurchdringbarer. Die Autor/innen tragen Sonnenbrillen mit integrierten Lampen, welche neben den Schwarzlichtröhren die einzigen Lichtquellen sind. Nun rezitieren die Autor/innen nacheinander die eigenen Gedichte. Nach jedem Gedicht wird ein Knopf des schwarzen Hemdes geöffnet, bis es am Ende ausgezogen wird und vom Steg gleitet. Das T-Shirt jede/r Autor/in in seiner/ihrer Farbe, die auch die Schriftfarbe der Gedichte ist, wird nun sichtbar. Nun setzt auch die Soundcollage von Helge Waldherr mit Elementen von Bahnhofs- und Wassergeräuschen mit ein. Die Reihe der Autor/innen beginnt sich zu bewegen. Die an der Wand zum Rücken der Autor/innen befestigten Gedichte sind nun Mittelpunkt des Geschehens. Abwechselnd pflückt sich jede/r Autor/in ein Gedicht von der Wand, reiht sich wieder ein, liest das nun fremde Gedicht vor und legt es dann auf den Steg. Der Vorgang wiederholt sich bis keine Gedichte mehr an der Wand hängen.

Durch die einzelnen Gedichte, die ein Ganzes werden – abgelegt am Steg und an der Wand symbolisiert die Lesung den Titel des Projekts „Am Ende ist der Anfang im Fluss“. Nicht nur die einzelnen Gedichte gehören zusammen, sondern auch die einzelnen Wörter und Buchstaben. Gleichzeitig heben sie sich aber auch voneinander ab und ergeben ein geschlossenes System. Beides hat ineinander und nebeneinander Platz und fließt ineinander. Die Bühne – der Steg – lässt einen Fluss unter den Füßen der Autor/innen erahnen, obwohl diese selbst auch einen Fluss darstellen, der sich bewegt. Die Gedichte und die einzelnen Wörter bekommen Zeit und vor allem durch die Dunkelheit im Raum scheinen sie den Zuhörenden intensiver erfahrbar zu sein.

Mitwirkende:
Autoren/in: Daniel Krcál, Hermann Niklas, Maria Seisenbacher, Roland Steiner
Sounds: Helge Waldherr
Ausstattung & Licht: Chrisitian Herzog

Über flusswarten

Der Blog dient zur Information der Veranstaltung AM ENDE IST DER ANFANG IM FLUSS im Zuge des "Viertelfestivals 2012" (Mostviertel). Das Projekt ist eine Kooperation der "Wortwerft" und der "Malerei am Bahnhof" und findet in St. Leonhard (NÖ) im Juni/Juli 2012 statt. Der Blog "flusswarten" soll einerseits für all jene sein, die nicht in der "Malerei am Bahnhof" vor Ort sein können und doch mitwirken wollen; und andererseits Informationsquelle sein bezüglich Projektentwicklung und spontanen (Kunst)aktionen, die entstehen werden.

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